Bahnhöfe und Züge in Hessen immer sicherer

(DB AG) Die Deutsche Bahn (DB) zieht mit ihrem regionalen Sicherheitsbericht 2014 für Hessen eine positive Bilanz: Gewalt und Kriminalität gehen weiter zurück. „In den vergangenen Jahren haben wir stark in die Sicherheit investiert und es so geschafft, die Bahnhöfe und Züge noch sicherer zu machen“, sagt der hessische DB-Sicherheitschef Oliver Wisser.

"Die kontinuierliche Weiterentwicklung unserer Sicherheitskonzepte zahlt sich aus. Auch weiterhin hat die Bahn eine bedeutend geringere Kriminalitätsbelastung als der sonstige öffentliche Raum."

Bahn-Sicherheitskonzept wirkt

Besonders erfreulich ist der Rückgang bei Körperverletzungsdelikten: So registrierte die Bundespolizeidirektion Koblenz, die für Hessen, Rheinland-Pfalz und das Saarland zuständig ist, in den drei Ländern einen Rückgang um zwei Prozent auf 1.490 Fälle. Bundesweit liegt der Rückgang sogar bei sieben Prozent. "Wir ruhen uns auf diesen Werten nicht aus", erklärt Wisser weiter. So plant die DB, die Videotechnik an mehr als 100 Bahnhöfen bundesweit auszubauen. Die Bahnhöfe werden von Experten der DB und der Bundespolizei gemeinsam ausgewählt. Zugriff auf die Aufnahmen hat allein die Bundespolizei.

Weiterer Ausbau von Videotechnik

Bei der Bekämpfung der Buntmetallkriminalität verzeichnet das Unternehmen weitere Erfolge: Die Zahl der Fälle ist in Hessen im vergangenen Jahr von rund 80 im Jahr 2013 auf nur noch 5 zurückgegangen. Gründe dafür sind die verstärkte Bestreifung von Schwerpunkten, die Festnahme und Verurteilung von Tätern sowie die Kennzeichnung von Metallteilen mit künstlicher DNA.

Vandalismusschäden nehmen zu

Der Vandalismus in Form beschädigter Sitze, zerkratzter Scheiben oder zerstörter Aufzüge ist gegenüber dem Vorjahr zwar auf knapp 600 Fälle angestiegen, hingegen konnte die Zahl von Graffitistraftaten durch gezielten Einsatz von Sicherheitskräften und die enge Zusammenarbeit mit der Bundespolizei um 15 Prozent auf unter 1.000 Taten reduziert werden.

Weniger Automatenaufbrüche

Sehr erfolgreich ist die DB im Kampf gegen Automatenaufbrüche. Verkürzte Entleerungszyklen und Farbpatronen in den Geldkassetten der Automaten machen den Aufbruch sinnlos. Die Anzahl der aufgebrochenen Automaten in Hessen ging von rund 120 im Jahr 2013 auf 18 zurück.

Konsequent gegen Gewalttäter

Weiter wurden mit rund 800 Fällen knapp 10 Prozent mehr Hausfriedensbrüche als im Vorjahr registriert (2013: 730). Der überwiegende Teil wurde in Ballungsräumen mit hohen Verkehrs- und Kundenströmen festgestellt. Die erweiterte Präsenz von Sicherheitskräften an stark frequentierten Stationen hat hier Wirkung gezeigt und führt zu mehr Anzeigen.

Noch konsequenter geht die DB gegen Gewalttäter vor: So reagierte das Unternehmen auf den bundesweiten Anstieg der Übergriffe gegen Mitarbeiter und schließt die Täter künftig vom Bahnfahren aus. "Wer eine Gefahr für andere Menschen darstellt, erhält ein Hausverbot und einen Beförderungsausschluss", erläutert Wisser. In Hessen wurden 2014 rund 200 Angriffe auf DB-Mitarbeiter registriert. Das waren fast doppelt so viele wie 2013. In den allermeisten Fällen waren Sicherheitskräfte betroffen, Schwerpunkt war der Großraum Frankfurt. Zum Glück sind ernste Verletzungen von Mitarbeitern die Ausnahme.

Bundesweit rund 3.700 DB-Sicherheitskräfte sorgen gemeinsam mit der Bundespolizei für Sicherheit in Bahnhöfen und in Zügen. Jährlich investiert das Unternehmen rund 160 Millionen Euro in die Sicherheit.