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Mobilitätsforum gut besucht

Die Referierenden stellten sich im Rahmen des DADINA-Mobilitätsforum "Neue Tarifmodelle" den Fragen der Gäste. Unsere Aufnahme zeigt von rechts: Dr. Klaus Dapp, Matthias Altenhein, Dr. Carsten Sommer, Susanne Biehling und Dipl.-Kfm. Matthias Kalbfuss. Foto: copyright DADINA

DADINA veranstaltete Fachveranstaltung im Rahmen ihres 20-jährigen Bestehens

"Wohin geht die Reise?" fragte die Darmstadt-Dieburger Nahverkehrsorganisation - DADINA am Freitag (1.12.) vier Fachreferenten zum Thema "Neue Tarifmodelle im ÖPNV". Rund achtzig Gäste erfuhren beim Mobilitätsforum mehr über Tarifinnovationen, Tarifentwicklungen, das "Wiener Modell" und das neue Tarifangebot Schülerticket Hessen. Die beiden DADINA-Vorstandsvorsitzenden Stadträtin Dr. Barbara Boczek und Erster Kreisbeigeordneter Christel Fleischmann blickten bei der Begrüßung auf die Entwicklung der DADINA zurück, denn mit dieser Veranstaltung rundete die DADINA ihre Aktivitäten zum zwanzigjährigen Bestehen im Jahr 2017 mit einer öffentlichen Fachveranstaltung ab.

Dr. Boczek stellte fest, dass sich die DADINA bereits seit ihrer Gründung mit Tarifthemen beschäftigt und wies darauf hin, dass bereits 1999 mit dem MobiTick bei der DADINA eine richtungsweisende Tarifinnovation für Schüler und Auszubildende eingeführt wurde. "Da passt es dann, dass das MobiTick gerade nach 18 Jahren sozusagen mit dem Erwachsenenwerden in ein landesweites Schülerticket überführt wurde." Auch für die Einführung der 65-plus-Karte hat sich die DADINA beim RMV engagiert.

Fleischmann erläuterte, dass der Tarif eng mit der ÖPNV-Finanzierung zusammenhängt und einerseits so gestaltet sein soll, dass möglichst viele Fahrgäste den ÖPNV nutzen, andererseits aber auch möglichst hohe Fahrgeldeinnahmen bringen soll, um die öffentlichen Zuschüsse im Rahmen zu halten. "Die Frage ist, ob der ÖPNV in Zukunft eher durch Zuschüsse oder weiterhin auch zu einem guten Teil durch die Nutzer finanziert wird."

Vom MobiTick zum Schülerticket Hessen

Dr. Klaus Dapp, Referatsleiter ÖPNV und Nahmobilität im Hessischen Verkehrsministerium, beleuchtete das Thema "Vom MobiTick zum Schülerticket Hessen" näher. In einer dreijährigen Probephase testet das Land Hessen ein Schülerticket, das in ganz Hessen für ein Jahr 365 Euro kostet.

RMV entwickelt Tarife immer weiter

Was der RMV noch an tariflichen Weiterentwicklungen testet und plant, stellte Susanne Bieling als Leiterin des Geschäftsbereichs Verkehrs- und Finanzwirtschaft beim Rhein-Main-Verkehrsverbund. Dabei ging es auch um das Pilotprojekt RMVsmart, bei dem die Fahrgäste in einem Pilotprojekt ausschließlich über ihr Smartphone Fahrkarten erwerben können.

Verkehrsunternehmen sorgen sich um Kapazitäten in den Fahrzeugen

Matthias Kalbfuss, Vorsitzender der Geschäftsführung der HEAG mobilo, blickte in seiner Funktion als Vorsitzender der Landesgruppe Hessen des Verbandes Deutscher Verkehrsunternehmen auf die tariflichen Entwicklungen. Denn die zusätzlichen Fahrgäste, die durch günstige Angebote wie Schülerticket Hessen, Jobticket für Landesbedienstete oder Semesterticket geworben werden, müssen ja auch in den Verkehrsmitteln des ÖPNV Platz finden.

Wiener Modell alleine reicht nicht

Schließlich gab Professor Dr.-Ing. Carsten Sommer von der Universität Kassel zum Abschluss der Vorträge eine interessante Darstellung und Bewertung des sog. "Wiener Modells" ab, das weit über Wien und Österreich hinaus bekannt ist. In Wien wurde der Preis der Jahreskarte für den ÖPNV deutlich abgesenkt, dadurch stieg die Zahl der verkauften Abonnements. Es konnten allerdings kaum Neukunden für den ÖPNV gewonnen werden. Deshalb stellte er fest, dass der Tarif nur eine Entscheidungsgröße unter Vielen für die Nutzung des ÖPNV ist, und es v. a. auf die Verbesserung des ÖPNV-Angebots und die Rahmenbedingungen des Autoverkehrs, wie z. B. die Parkraumbewirtschaftung, ankommt. Auch empfahl er eine verstärkte Einbindung der Nutznießer, wie z. B. die Arbeitgeber, bei der Finanzierung des ÖPNV.

Diskussion mit den Gästen zum Schluss

Die Referierenden stellten sich im Anschluss an ihre Vorträge Fragen aus dem Publikum. Abgerundet wurde die Veranstaltung durch eine Podiumsdiskussion mit allen Beteiligten unter Moderation von DADINA-Geschäftsführer Matthias Altenhein. Eingeladen hatte die DADINA in den Europasaal der bahnGalerie am Hauptbahnhof in Darmstadt.

Die Fachvorträge können unter www.dadina.de heruntergeladen werden.

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